Speis und Trank in Einklang bringen

Speis und Trank in Einklang bringen

Berufe: Eine Biersommelierin erklärt, welches Bier zu welchem Essen passt
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Julia Buchheister ist eine der wenigen weiblichen Biersommelierinnen Deutschlands.
Foto: djd/Brauerei C. & A. Veltins

(djd). Als eines der ältesten und reinsten Getränke der Welt lädt Bier sowohl zum Durstlöschen als auch zum bewussten Genießen ein. Dieser Gedanke wird bei einem sogenannten Biermenü umgesetzt – hier erfährt man, welche Vielfalt im Bier steckt und zu welchen Speisen welches Bier passt. Ausgewählt und erklärt werden die Getränke im optimalen Fall von einem Biersommelier. Historisch ging der Beruf des Sommeliers aus dem mittelalterlichen Hofamt des Mundschenks hervor, dieser war in früheren Zeiten für Brot, Wein, Geschirr und Tischwäsche verantwortlich.

Fundierte Produktkenntnisse sind Voraussetzung

Julia Buchheister, Mitarbeiterin der Brauerei C. & A. Veltins, ist eine der wenigen weiblichen Biersommelierinnen Deutschlands. In einem zweiwöchigen berufsbegleitenden Intensivkurs wurde sie von der renommierten Münchener Fachakademie in Kooperation mit dem Bierkulturhaus im österreichischen Obertrum geschult. Wer sich zum Diplom-Biersommelier ausbilden lassen möchte, muss bereits fundierte Produktkenntnisse mitbringen. „Diese Kenntnisse besaß ich durch meine Tätigkeit im Verbraucherservice der Brauerei sowie durch das Studium der Oecotrophologie“, so Buchheister. Ziel der Ausbildung zum Biersommelier ist die Vermittlung von Bierwissen auf höchstem wissenschaftlichem Niveau. Die geprüften Sommeliers sollen den Kunden einer Brauerei, den Gast und den Gastronomen beraten können. „Meine Aufgabe ist es, Menschen für den verantwortungsvollen Genuss von Bier zu begeistern und Biere zu erkennen und zu klassifizieren“, betont die Expertin.

Farbe und Schaumstabilität als wichtigste Kriterien

Julia Buchheister weiß genau, welches Bier zu welchem Essen passt und wie sich der volle Biergenuss entfaltet: „Ein Bier beurteilt man zuerst nach seiner Farbe und der Schaumstabilität.“ Das Aroma könne von malzig oder karamellartig bis zu fruchtig oder würzig reichen, sollte aber immer sortentypisch sein. Ein Biermenü sollte im Übrigen immer mit dem trockensten, mildesten und alkoholärmsten Bier beginnen – und mit dem Gegenteil enden.

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